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Mit guten Unterlagen bei der Bewerbung punkten

29. Mai 2013 in Coaching | Comments (0)

Wer sich bewirbt, möchte sich und sein Können einem neuen Arbeitgeber empfehlen. Dennoch stellen Personalverantwortliche und Personalberater immer wieder fest, dass Bewerber sich mit ihren Unterlagen nicht optimal präsentieren. Drei Kriterien entscheiden darüber, ob es zu einem Vorstellungsgespräch kommt: Die Unterlagen müssen optisch ansprechend, inhaltlich vollständig und korrekt sein sowie zielgerichtet erstellt werden, sodass die Bewerbung ein Interesse an genau dieser Position bzw. am kontaktierten Unternehmen zeigt.

Der erste Eindruck zählt

Bereits beim ersten Blick auf die Unterlagen erfolgt eine erste meist unterbewusste Bewertung. Diese muss dazu einladen, weiterzulesen, weg vom rein optischen Urteil zu gehen, sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen – wie bei einem neuen Produkt oder bei einem Geschenk: ist die „Verpackung“ ansprechend, dann motiviert sie, sich weiter mit dem Inhalt zu beschäftigen. Durch eine tabellarische Gestaltung erhält der Lebenslauf eine übersichtliche Struktur. Wesentliche Angaben zum Bewerber sollen ohne großen Zeitaufwand auffindbar und erkennbar sein. Ein aktuelles, professionelles Businessfoto mit freundlichem Gesichtsausdruck darf nicht fehlen, von Freitzeit-Schnappschüssen, Urlaubsfotos und „Jugendbildern“ ist dringend abzuraten.

Der Lebenslauf

Der Leser soll sich schnell und problemlos im Lebenslauf zurechtfinden. Inhaltlich müssen die wichtigen Stationen des Bewerbers enthalten sein. An erster Stelle sollten die persönlichen Daten (Name, Anschrift, Geburtsdaten, Ehestand, Mail-Adresse, Telefonnummer) und ein aktuelles Foto stehen. Am übersichtlichsten sind Lebensläufe, die eine klare Gliederung in die Bereiche persönliche Daten, beruflicher Werdegang, Weiterbildung, PC- und Sprachkenntnisse aufweisen und zeitliche Lücken vermeiden. Es kommt durchaus vor, dass ein Bewerber in einem bestimmten Zeitraum beschäftigungslos war. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn für  diese Lücken eine logische und leicht nachvollziehbare Erklärung gegeben wird. Manche Bewerber glauben, dass sie im Lebenslauf nicht die gesamte Information über sich und ihre Tätigkeiten bekanntgeben sollten. Schließlich wollen sie bei einem Bewerbungsgespräch noch etwas Neues zu erzählen haben. Dabei vergessen  sie, dass gerade ein übersichtlicher lückenloser und vollständiger Lebenslauf – mit Auflistung aller Tätigkeiten, die sie in ihrem Berufsleben bereits ausgeübt haben – der Türöffner für die Einladung zum Vorstellungsgespräch ist! Je mehr eine Person von sich verrät, desto besser kann sich der Personalverantwortliche ein Bild von ihr und ihren Qualifikationen, Erfahrungen und Kenntnissen machen. Es ist nicht notwendig, sich auf eine A4 Seite zu beschränken, solange wichtige Fakten sachlich und übersichtlich dargestellt werden. Präsentieren Sie sich als eine interessante Persönlichkeit, aber übertreiben sie nicht.

Das Motivationsschreiben

Manche Bewerber lesen die im Inserat angeführten Anforderungen nicht genau und bewerben sich auf Positionen, auf die ihr Profil nicht passt. Das Anschreiben soll auf die Position, für die man sich bewirbt, zugeschnitten sein und darauf konkreten Bezug nehmen. Wichtig ist, mit dem eigenen Wissen und seiner Erfahrung zu argumentieren, warum man der richtige Kandidat für die ausgeschriebene Position ist. Wer sich im Internet über die Firma, bei der man sich bewirbt, informiert, zeigt wahres Interesse und beweist, dass er sich mit dem Unternehmen im Vorfeld auseinandergesetzt hat. Übrigens: Bewerbungsschreiben sind Geschäftsbriefe, eine offizielle, wertschätzende Form mit richtiger Schreibweise von Namen und Titeln sollte gewahrt werden.

Versand per E-Mail

Bewerbungen per E-Mail sind heute der Regelfall. Der Betreff sollte den Titel der ausgeschriebenen Position und die Referenznummer enthalten. Im höflich und wertschätzend formulierte E-Mail ist auf das Motivationsschreiben, den Lebenslauf, Zeugnisse etc. im Anhang hinzuweisen. Die Anlagen sollten in allgemein üblichen Formaten (pdf, Word) mitgeschickt werden und gesamt maximal 2 MB groß sein. Können Sie Zeugnisse aufgrund der großen Datenmenge nicht mitschicken, weisen Sie darauf hin, dass Sie diese im Bedarfsfall gerne nachreichen. Leider kommt es immer wieder vor, dass Bewerbungsmails mit falscher Anrede an falsche Firmen gesendet werden. Bewirbt man sich bei mehreren Unternehmen, ist die sorgfältige Kontrolle, ob das richtige Schreiben an den richtigen Adressaten gesendet wird, unerlässlich. Es macht auch keinen guten Eindruck, die Bewerbung ohne Unterscheidung gleichzeitig an mehrere Unternehmen mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu senden – egal ob der Empfänger im BCC-Feld oder gar im AN-Feld eingegeben wird! Der Versand der Bewerbung erfolgt über private, seriös klingende Mail-Adressen – nicht über Accounts wie z.B. „schatzi1@…“.

von Ing. Mario Schindler, Pers-Con Personal Consulting GmbH
Erschienen in www.absolventen.at im April 2013

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